Villa Malepartus Binz

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Mönchgut mit den Ostseebädern Baabe, Göhren und Thiessow sowie den Zickerschen Bergen

Wenn man vom Ostseebad Binz kommend zum Ostseebad Baabe fährt, überquert man kurz vor dem Ortseingang einen Graben und passiert dann ein großes Holztor, welches die Grenze zum Mönchgut markiert. Bis zur Reformation war die Halbinsel in den Händen des Zisterzienserordens des Klosters von Eldena. Handelsbeziehungen durften nur mit Zustimmung des Klosters eingegangen werden, so dass der Wallgraben auch eine ideologische Trennung zwischen dem Mönchgut und der restlichen Insel Rügen, die zu großen Teilen slawisch besiedelt war, darstellte. Heute gehört die gesamte Fläche des Mönchgut zum Biosphärenreservat Südost-Rügen.

Ruderfähre MoritzdorfDer alte Ortsteil des Ostseebads Baabe liegt auf der Boddenseite, am Selliner See. Zum Meer mit seinem feinsandigen Strand und zur neu gestalteten Strandpromenade im "neueren" Teil Baabes fürht eine breit angelegte Flaniermeile. Vom Dorfteil am Selliner See führt eine kleine Straße durch die Wiesen zum Bollwerk Baabe, dem Hafen. Hier verkehrt Rügens letzte Ruderbootfähre und setzt Menschen, Hunde und Fahrräder nach Moritzdorf, einem denkmalgeschützten Örtchen, über. Sowohl Moritzdorf als auch die Fähre sind einen Besuch wert! Am südlichen Dorfende führt eine Treppe mit 200 Stufen hinauf zum Ausflugslokal Moritzburg mit seiner Panoramaterasse.

Auch das am Nordperd, dem östlichsten Punkt der Insel Rügen gelegene Ostseebad Göhren ist geprägt durch seine alten, sanierten Bäderstilvillen. Die Hauptstraße führt hinunter zur Ostsee und zu Göhrens Seebrücke. Am Nordstrand befindet sich auch die neu geschaffene Bersteinpromenade mit dem hübschen Kurpark und dem Kneippgarten. Im Meer kann der größte Findling des gesamten Ostseeraums bestaunt werden, der Buskam. Sehenswert sind auch die Mönchguter Museen. Der Südstrand ist ruhiger als der belebte Nordstrand.

Zickersche Berge/SeeAuf dem Weg zum südlichen Teil des Mönchgut passiert der Besucher unter anderem Middelhagen. Das Schulmuseum im ehemaligen Küsterhaus ist eine Pause wert. Die Dorfkirche wurde von den Eldenaer Mönchen erbaut. Das reetgedeckte Pfarrwitwenhaus mit dem blumengeschmückten Garten in Groß Zicker ist ein beliebtes Fotomotiv. Der Name erklärt sich daher, dass hier die Witwen mit ihren Kindern leben durften. Auch das Fischerdorf Gager besticht mit seinen pittoresken Häusern. Folgt man der Straße weier Richtung Süden, so gelangt man zunächst ins Ostseebad Thiessow und dann ans Südperd und das Zickersche Höft. Die auch Zickersche Berge genannte Landschaft ist eine Wanderung wert: wunderschöne Ausblicke vom Steilufer Richtung Festland, auf die Surfer bei Thiessow oder über den See bis nach Göhren können Wanderer genießen.

Blick auf das SüdperdDas Ostseebad Thiessow bzw. das Südperd bildet das südliche Ende des sogenannten Großen Strandes, des Badeparadieses des Mönchgut, welches in Lobbe beginnt. Der weiße Sandstrand wird durch den säumenden Kiefernwald vor Westwinden geschützt und zieht sich über 5 Kilometer. An die früheren Zeiten erinnert heute noch der Lotsenturm (dessen Aussichtsplattform den Besucher erfreut): Thiessower Einwohner verdingten sich als Lotsen für die Frachtschiffe, die durch die Engen des Strelasund den Weg nach Stralsund suchten. Heute ist das Südperd mit den stürmischen Winden ein Surferparadies. So gelangte es bereits zu DDR-Zeiten zu dem Beinamen "Hawai des Ostens".