Villa Malepartus Binz

...Urlaub wo es schön ist!

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

Kurzer Überblick über die Geschichte des Ostseebads Binz

Bereits 1318 ist die Ortschaft "Byntze" dokumentiert. Um 1830 kamen die ersten Gäste Fürst Maltes zu Putbus nach Binz, um zunächst am Schmachter See und dann in der Ostsee zu baden. Zu dieser Zeit war es üblich, sich mit Badekarren in die Ostsee ziehen zu lassen. Dann stieg der "Badende" einige Stufen hinunter und tauchte mehrere Male in das Wasser ein.

Bäderstil Binz1876 wurde bereits das erste Hotel gebaut und die heutige Putbusser Straße verband als erste Straße das Dorf mit dem Strand. 1884 wurde Binz dann offiziell als Seebad anerkannt und zahlreiche Hotels und Pensionen errichtet. Diese entstanden zuerst zu beiden Seiten der Putbusser Straße, dann zunehmend direkt am Meer, im Bereich der heutigen Strandpromenade. Da jeder Bauherr Wert darauf legte, ein besonders schönes Haus zu bauen, bildeten sich immer neue Varianten des Bäderstils heraus, ganz nach Geschmack und Geldbeutel der Eigentümer. Die Balkone wurden zum Sehen und Gesehen-Werden errichtet, so dass die um diese Zeit angebauten Balkone Richtung Straße und nicht zur Sonne ausgerichtet waren.

Seit 1895 konnten Gäste auch mit dem "Rasenden Roland" anreisen, mit dem Bau der Seebrücke 1902 (die nach Zerstörungen mehrfach wiederaufgebaut werden mußte) konnten die Schiffe aus Stralsund und Greifswald bequem anlegen.

ProraZu DDR-Zeiten wurden die Villen in Binz als Kinderheime und Gewerkschafts-Freizeitstätten genutzt, in den Hotels entstanden Betriebsferienheime großer Kombinate. Mit der Wiedervereinigung und Rückübertragung vieler Grundstücke und Häuser wurde eine große Bautätigkeit ausgelöst. Inzwischen erstrahlen die denkmalgerecht und liebevoll sanierten Villen und die meistens dem Bäderstil nachempfundenen Neubauten in strahlendem Weiß, um die Besucher mit ihrem Glanz zu erfreuen.

Der Koloss von Prora war das erste (und einzige) von fünf geplanten "KdF-Bädern", die Hitler in Auftrag gab. Im 10-Tage-Urlaub sollten 20 000 Menschen gemeinsam "Kraft durch Freude" erleben. Mit Kriegsausbruch scheiterte das Vorhaben. In den bestehenden Gebäuden befinden sich einige Museen. die weitere Nutzung ist unklar.